Ausflug in die Münchner Tropen aka Botanischer Garten

Der letzte Samstag war einer dieser Tage, an denen man am besten den ganzen Tag mit einem heißen Tee eingekuschelt in eine Decke auf der Couch liegen bleibt und die trostlose Welt da draußen aussperrt. Aber nichts da! Runter vom Sofa und raus an die frische Luft hieß es. Im Internet hatte ich gelesen, dass im  Botanischen Garten in München gerade eine Schmetterlingsausstellung zu besichtigen ist. Klingt ein bisschen spießig, aber welcher Ort wäre an einem grauen, kalten Wintertag mitten in der Großstadt besser zur Winterflucht geeignet, als die tropischen Gewächshäuser im Botanischen Garten? Also schnappte ich mir meine Kamera und los ging es. Da bekanntlich der Weg das Ziel ist, verband ich den Ausflug mit einem ausgiebigen Spaziergang entlang des Nymphenburger Kanals und durch den Nymphenburger Park. Dabei sind, wie ich finde, ein paar sehr schöne Bilder entstanden, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Schloss Nymphenburg und Nymphenburger Park

Der Weg zum Schloss Nymphenburg entlang des Nymphenburger Kanals ist für mich einer der schönsten Spazierwege Münchens. Ich vergesse hier immer ganz schnell, dass ich inmitten einer Großstadt bin.

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(Un)Zufriedenheit

Jammern ist „in“! Das Gefühl habe ich jedenfalls gerade, wenn ich mich in meinem Umfeld so umhöre. Ach wie schlecht es doch allen geht! Und leider schließt mich das mit ein.

Ganz oft ertappe ich mich dabei, wie ich mich beschwere: über das Wetter (zu kalt, zu nass, nicht sonnig genug), über meine zu winzige Wohnung, meinen langweiligen Job, zu wenig Geld, zu wenig Urlaub, zu kurze Wochenenden, zu lange Arbeitstage, zu wenig Zeit für Freunde und Sport, eine verspätete Sbahn… Doch wenn wir mal ganz ehrlich sind: Sind das die wirklichen Probleme des Lebens?

Neulich habe ich mir den Film „Das Salz der Erde“ im Kino angeschaut.
Ein wirklich großartiger Film von Wim Wenders über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Sebastião war u.a. in Afrika unterwegs und hat Flüchtlinge in Krisengebieten auf ihrem Weg ins Flüchtlingslager begleitet. Die Bilder von halb verhungerten Menschen, die vor dem Krieg und Gewalt flüchten, Kinderleichen in kleinen Särgen, verzweifelten Gesichtern und Elend haben mich nachhaltig sehr beeindruckt.

Als ich nach dem Film aus dem Kino trat, hinein in meine kleine heile Welt, erschienen mir meine „Probleme“ plötzlich so absurd. Im Vergleich zu dem, was diese Menschen tagtäglich durchleben müssen, ist das Leben in Deutschland wie auf einer Insel der Glückseligkeit.

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Frühstück in München: Trachtenvogl

Frühstück ist meine absolute Lieblingsmahlzeit. Ich liebe nichts mehr, als das Wochenende mit einem langen und ausgiebigen Frühstück zu starten. Egal ob mit dem Liebsten, der besten Freundin, oder dem ganzen Freundeskreis.

Problematisch wird es allerdings immer dann, wenn es an die Organisation geht. „Hi Ilka, wollen wir am Wochenende Frühstücken gehen? Kennst du eine gute Location?“ Wie oft habe ich schon diese oder ähnliche Nachrichten von meinen Freunden bekommen. Und dann fängt das große Grübeln an.

Natürlich kenne ich nach 8 Jahren in München diverse Cafés. Aber es soll ja nicht immer das gleich sein. Um es philosophisch auszudrücken: Das Leben ist viel zu kurz für Wiederholungen ;). Meistens endet meine Grübelei damit, dass ich mich vor den Laptop hocke und in die Google-Suche verzweifelt „Frühstück München“ eintippe, in der Hoffnung, dass irgendjemand kreativer ist als ich und dieses Problem vor mir gelöst hat. Und jedes Mal werde ich aufs Neue enttäuscht, weil die Suche nichts Brauchbares ausspuckt.

Deshalb ist eines schönen Tages die Idee entstanden, auf dem Blog einfache eine kleine Sammlung von Frühstückslocations anzulegen. Anregungen und Tipps von Euch sind ausdrücklich erwünscht! 🙂

Den Start macht der Trachtenvogl im Glockenbach in der Reichenbachstr. 47. Den kenne ich noch aus der Zeit, als er nicht schon um 22:00 wegen nörgelnden, sich über die Lautstärke der Feiernden beschwerenden Anwohnern geschlossen hat. Früher bin ich recht oft nach Mitternacht beschwipst da rausgetorkelt.

Das man im Trachtenvogl auch Frühstücken kann, war mir gar nicht bewusst. Aber man lernt eben nie aus. Deshalb beschloss ich letzte Woche, meinen freien Tag genau dort gemeinsam mit einer Freundin zu starten.

Da es mitten in der Woche war, rechnete ich ich eher mit einer leeren Location. Als wir 10:00 eintrafen, wurde meine Vermutung bestätigt. Aber nach und nach füllte sich das Lokal. Als wir gegen 12:00 gingen, waren alle Tische komplett besetzt. Frühstück gibt es übrigens täglich von 9:00 bis 14:30. Reservierungen werden nicht angenommen, deshalb sollte man schon recht früh da sein, um einen Platz zu bekommen.

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¡Viva México! …

…dachte ich mir letztes Jahr und buchte eines schönen Tages einen Hin- und Rückflug nach Querétaro.

„Querétaro? Wo ist das denn?“ werdet ihr jetzt fragen. Ich wusste es auch nicht. Zumal Mexiko alleine als Frau nicht unbedingt auf meiner Top 10 Reiseliste zu finden war. Zu schlimm waren all die Geschichten über die Mafia, Drogenkartelle, Überfälle, etc. Doch als mir ein Freund aus Mexiko eröffnete, dass er nur noch bis Ende Dezember im schönen Querétaro verweilen wird, weil dann ein Umzug in die USA ansteht, beschloss ich mutig zu sein und mich allein auf Abenteuerreise nach Mexiko zu begeben.

google Maps

Die Reaktionen auf meine Reisepläne waren eher verhalten. Dem Gesichtsausdrücken nach zu urteilen sahen meine Familie und Freunde mich schon irgendwo ausgeraubt und niedergeschossen am mexikanischen Straßenrand liegen. Doch meiner Vorfreude tat das keinen Abbruch. ¡Viva México! … weiterlesen

München mal anders – Graffiti unterm Friedensengel

Wenn ich an Graffiti und Street Art denke, kommt mir zuallererst Berlin in den Sinn. Abgeranzte Gebäude an denen Graffitis aufgesprüht sind, Unterführungen mit bunten Bildern, die Farbe in das Einheitsgrau bringen.

München ist nicht unbedingt die Stadt, die man mit dieser Art von Kunst in Verbindung bringt.Umso überraschter bin ich jedesmal, wenn ich durch Zufall bei einem Spaziergang durch die Stadt auf kleine Kunstwerke stoße.

So auch bei einem Winterspaziergang an der Isar. Unterhalb des Friedensengels gibt es einen Tunnel, in dem sich internationale Künstler verewigt haben. Das Ergebnis ist wirklich phänomenal und diese andere Seite von München wollen wir euch nicht vorenthalten.

Graffiti Friedensengel_6

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