Kategorie-Archiv: was mich bewegt

Glück(stagebuch)

2016 geht ein in die Geschichte als das Jahr, in dem ich anfing, ein Glückstagebuch zu führen!

Jahresendzeitstimmung

Aber keine Angst, es wird hier im Blog demnächst nicht um astrologische Sternenkonstellationen, Glaskugeln und Räucherstäbchen gehen.
Heute ist Silvester und egal ob man es will oder nicht- irgendwie sorgt dieser Tag immer dafür, das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen zu wollen. Für meinen persönlichen Rückblick muss ich ein wenig ausholen.

Rückblick 2015

Tatsächlich war es so, dass ich im Jahr 2015 das Gefühl hatte, das Leben, ja das ganze Universum, hätte sich gegen mich verschworen. Das Jahr hatte so wundervoll angefangen und entwickelte sich dann zu einem einzigen Desaster. Ich verfing mich in einer Spirale aus Trauer, negativen Gedanken und Groll gegen mich selbst, gegen die, die mir Leid angetan hatten und gegen das Leben im Allgemeinen.

Die kleinen Glücksmomente

Doch manchmal gab es sie, die Momente, die mich alles Doofe für einen kurzen Augenblick vergessen ließen. Spontane Sushi-Wein-Picknicks im Hofgarten und an der Isar, ein Tag am Tegernsee mit den liebsten Freundinnen, Sternschnuppen schauen, Wandern und Rumblödeln in den Bergen, eine Nachricht von einer Freundin aus ganz alten Zeiten, neue liebe Menschen, die durch glückliche Zufälle ins Leben traten, das Rascheln des Herbstlaubes, der erste Schnee, die Freude darüber, nach einem langen Winter endlich das Sommerkleid aus dem Schrank holen zu können, oder eine Reise mit den Liebsten.

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Happy (Single) Valentine’s Day!

Er ist nicht mehr weit entfernt, der Tag der Schokoherzchen, Romantikhotels, Herzchenkarten und Rosenblätter: Happy Valentine’s Day!!! (Den Konfettiregen aus Glitzerherzchen denkt ihr euch jetzt einfach dazu!) Der Eine liebt ihn, der Andere hasst ihn. Und ich? …

… ich liebe Überraschungen und ich liebe es, beschenkt zu werden! Aber viel mehr als Herzchenschokolade, Rosenblätter und schöne Worte auf einer hübschen Karte sind es meiner Meinung nach die Taten an den 364 anderen Tagen im Jahr, die für mich wahre Liebe ausmachen. Interessant wird es ja immer erst, wenn es schwierig wird, egal ob bei Alltagsproblemchen, oder Schicksalsschlägen. Dann zeigt sich, ob die Liebe Bestand hat und was tatsächlich hinter den ganzen schönen Worten und Schokoherzchen steckt.

Nach einem wunderschönen Valentinstag letztes Jahr mit meiner, wie ich damals mit fester Überzeugung glaubte, ganz großen Liebe, war diese, zack, ein paar Monate später weg. Die schönen, leeren Worte blieben in meinem gebrochenen Herzchen und auf der Karte zurück.

Liebesschwüre_ohne Namen

Mit dem Singleleben habe ich mich inzwischen angefreundet. Denn das Alleinesein hat ja auch sein Gutes. Ich habe viel reflektiert, sogar mit so einem Psychokram-Buch, dass ich vorher nie im Leben angefasst hätte, und habe dadurch eine Menge über mich selbst und meine Macken gelernt, weiß inzwischen sehr genau, was ich will und was nicht, bin niemandem Rechenschaft schuldig, kann spontan und solange ich will (und mein Chef es genehmigt) nach Italien, Vietnam, Südamerika oder Buxtehude reisen, probiere tausend neue Sachen aus und lerne dadurch viele neue Leute kennen. Happy (Single) Valentine’s Day! weiterlesen

Flüchtlinge! Die Angst vor dem Unbekannten.

Flüchtlinge. Dieses Wort wurde in den letzten Wochen von den Medien überstrapaziert. Das Grauen, welches damit einhergeht, gerät immer mehr in den Hintergrund. Der häufige Gebrauch lässt es nicht mehr so schrecklich erscheinen, lässt uns abstumpfen.

Doch das Wort Flüchtling kommt von Flüchten– der Duden definiert es so:

1. das unerlaubte und heimliche Verlassen eines Landes, Ortes
2. das Ausweichen aus einer als unangenehm empfundenen oder nicht zu bewältigenden [Lebens]situation

Ich frage mich so oft, wie schlimm eine [Lebens]situation sein muss, damit ein Mensch die Entscheidung trifft, Heimat und Familie hinter sich zu lassen und sich auf eine gefährliche Reise zu begeben, an deren Ende entweder eine bessere Zukunft, oder aber im schlimmsten Fall der Tod wartet. Ich hoffe, dass ich es nie am eigenen Leib erfahren muss.

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Auch einer meiner liebsten Freunde ist geflüchtet. Mit 12 Jahren aus dem Iran. Vor dem Krieg. Allein. Ohne seine Familie und Freunde. Er landete in einem ihm unbekannten Land mit einer fremden Sprache. In meiner Heimat. In Deutschland.
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Liebster Award die Zweite, Dritte, Vierte und Fünfte!

Danke, danke, danke! Ich bin ganz schön überwältigt. Nach knapp 9 Monaten Bloggerdasein bin ich unglaublich dankbar für all euer Feedback, die positiven Resonanzen, all die lieben Worte und die unglaublichen 5 Nominierungen für den Liebster Award!

Logo Liebster Award

Nachdem ich die Fragen der ersten Nominierung vor einiger Zeit schon beantwortet habe (siehe hier), wollte ich eigentlich kein zweites mal teilnehmen. Aber die Nominierungen einiger meiner Lieblingsblogs haben mich so sehr gefreut, dass ich noch ein letztes Mal mitmache. Tausend Dank an: Isarblog, Weltschaukasten, Kaffee und Kekse und Petras Reiseblog.

Die Regeln des Liebster Awards:

♥ beantworte die 11 Fragen der Person, die dich nominiert hat
♥ verlinke die Person, die dich nominiert hat
♥ nominiere deinerseits Blogs
♥ stelle diesen Personen 11 neue Fragen

Bei vier Nominierungen macht das insgesamt 44 Fragen. Da ich euch nicht zu Tode langweilen möchte und sich viele der Fragen wiederholen, habe ich mir 11 Fragen herausgepickt. Und voilà, hier kommen die Antworten: Liebster Award die Zweite, Dritte, Vierte und Fünfte! weiterlesen

Fuck up! Scheitern als Chance

Scheitern. Was für ein schreckliches Wort! Synonyme für scheitern sind laut Wörterbuch: missglücken, schief gehen, zusammenbrechen, zu Grunde gehen, nicht bewältigen können, zerbrechen- klingt alles auch nicht besser.

Niemand gibt gerne zu, gescheitert zu sein. Egal in welchem Lebensbereich: im Berufsleben mit dem eigenen Startup oder Job, im Studium, im Privatleben oder in der Liebe. Allzu schnell wird man als Versager abgestempelt, der nichts auf die Reihe bekommt. Manchmal brauchen wir dazu aber auch gar keine andere Person- quälende Selbstzweifel erledigen das für uns.

Gerade heutzutage, wo wir mehr denn je unser Leben über Social Media Kanäle öffentlich zur Schau stellen und uns mehr oder weniger bewusst permanent mit Anderen vergleichen, wiegt ein Misserfolg noch schwerer als früher.
Täglich bekommen wir die (vermeintlich) perfekten Leben unserer Freunde und Bekannten in der Timeline präsentiert. Wir sehen perfekt inszenierte Menschen mit glücklichen Gesichtern, Traumjobs, Traumfamilien und Traumurlauben.
Das eigene Versagen in Form von Kündigungen, Trennungen usw. belastet unser Selbstwertgefühl umso mehr, je erfolgreicher uns die Anderen erscheinen.

Was wir nur allzu leicht vergessen ist, dass Misserfolge zum Leben dazu gehören. Das Leben ist keine Einbahnstraße, sondern geht zum Teil verschlungene Pfade. Wir müssen uns bewusst machen, dass Scheitern keine Sackgasse, sondern eine  Weggabelung ist. Egal in welche Richtung wir laufen, am Ende des Weges warten neue Chancen auf uns.

Weggabelung

Um diesen positiven Aspekt des Scheiterns aufzuzeigen, hat sich in Mexiko im Jahre 2012 eine Bewegung gegründet, die inzwischen die Welt erobert: die Fuckup Nights.
Pro Abend referieren 3-4 Personen und stellen ihre eigenen Erfahrungen beim Scheitern von Geschäftsideen vor. Sinn und Zweck des Ganzen ist es, aufzuzeigen dass Misserfolge keine Schande sind.
Die mit dem Scheitern einhergehende Scham soll überwunden werden und das Scheitern als notwendiger Lernschritt zum Erfolg verstanden werden.

Dieses Konzept ist nun auch in München angekommen. Fuck up! Scheitern als Chance weiterlesen