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Langlauftipp Reit im Winkl

Ich weiß, ich weiß, bis auf die Hardcore-Wintersportler unter uns will eigentlich niemand mehr etwas von Schnee wissen. Wir wollen endlich Frühling! Doch nachdem ich mir die aktuellen Wetterprognosen für Ostern angeschaut habe, könnten wir vielleicht doch noch einmal in winterliche Stimmung geraten. Laut Vorhersage könnte es passieren, dass das Osterhäschen durch den Schnee stapfen muss, um die Schokoeier zu verstecken… Was soll man dazu sagen!

Damit die ganze Kälte und der Neuschnee uns nicht komplett in die Spätwinter-Depression treiben, gibt es jetzt einen ultimativen Wintersport-Tipp von mir: Langlaufen in Reit im Winkl.

Das erste mal Langlaufen war ich als kleines Kind mit meiner Familie. Danach ganz lange nicht. Denn irgendwie hatte Langlauf für mich lange einen leichten Hauch von Spießigkeit. So ähnlich wie Golfen. Das ist natürlich totaler Quatsch, wie ich festgestellt habe.

Nach einer Operation am Knie fiel „richtiges“ Skifahren oder Snowboarden erstmal aus. Eine Alternative musste her! Denn ich liebe die Natur und wollte auch im Winter nicht auf Ausflüge in die Berge verzichten. Langlaufen erschien mir eine gute Option, um im Winter trotzdem aktiv zu sein.

Anfang des Jahres entdeckte ich nach einer Internetrecherche die Loipen in Reit im Winkl in der Nähe vom Chiemsee. Ausgesucht hatte ich mir die Panorama-Loipe (Nummer 8a) auf der Hemmersuppenalm. Die Beschreibung klang wirklich traumhaft: Langlaufen in einer Wintermärchen-Landschaft mit Blick auf den Chiemsee. Laut Beschriebung ist die Loipe sowohl für Klassik als auch Skating geeignet. Als Schwierigkeitsgrad war „leicht“ angegeben und die Länge von 4,5km klang für den Anfang perfekt.

Falls ihr nicht sicher seid, ob aktuell Schnee auf der Hemmersuppenalm liegt, kann ich den Schneebericht inklusive Webcam unter folgendem Link empfehlen: http://www.reitimwinkl.de/winterurlaub/skigebiet-bayern-schneebericht.

Voller Vorfreude setzten wir uns also eines schönen Tages morgens ins Auto und auf ging es nach Reit im Winkl.

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Einmal Sisi und zurück: Uferspaziergang von Possenhofen nach Tutzing

Hurra, das erste Frühlingswochenende ist im Anflug! Zumindest fühlte es sich vor zwei Wochen so an: 15 Grad und strahlender Sonnenschein!
So gerne ich Winter und Schnee auch mag, aber jetzt reicht’s! Ich will FRÜHLING, bunte Blümchen, wärmere Temperaturen und den ersten Sonnenbrand im Gesicht!
Im Schrank wartet schon mein neuer Frühlingsmantel sehnsüchtig darauf, gegen die olle Winterjacke ausgetauscht zu werden. Und meine Füße sehnen sich nach Frischluft, Ballerinas und barfuß, mit buntem Nagellack auf den Zehen, auf der Wiese rumhüpfen.

Doch wo verbringt man die ersten Frühlingstage am besten? Ursprünglich wollte ich zum „Schwäbischen Meer“ (a.k.a. Bodensee ;)). Doch dank nicht gestelltem Wecker und einem viel zu kuscheligen Bett wurde die Nacht etwas länger und der Tag ein wenig kürzer, so dass ein Ausflug mit 1,5-2 Stunden Autofahrt nicht mehr sinnvoll war.

Irgendetwas in der Nähe musste her! Und was kommt dem Münchner da als erstes in den Sinn? Natürlich der Starnberger See!
Um einem Stau aus dem Weg zu gehen, wollte ich eine Autofahrt vermeiden. Das heißt, es sollte eine Route sein, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist.

Ich erinnerte mich an die (kostenlose) MVV-Freizeit-App, die ich mir letztes Jahr heruntergeladen habe, als ich genau vor dem gleichen Luxusproblem stand.

MVV-App

Die App beinhaltet 50 Wanderungen und 29 Radtouren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Radfahren fiel wegen akuter Faulhe… äh Frühjahrsmüdigkeit aus. Also konzentrierte ich mich auf die Wanderrouten.

In Nullkommanichts hatte ich etwas Passendes gefunden: Nachdem ich vor kurzem Dank dem Bachelor schon im Märchen- und Prinzessinnenland unterwegs war, wollte ich nun auf Kaiserin Sisis Spuren wandeln und wählte den Uferweg von Possenhofen nach Tutzing aus. In Possenhofen ist Sisi nämlich aufgewachsen. Die Route war als leicht und für alle Jahreszeiten geeignet ausgezeichnet. Perfekt also für einen entspannten Spaziergang in der Natur.

Gut gelaunt schmiss ich mich also in meinen Prinzessinnen-Dress (mein wetterfestes Wanderoutfit) und machte mich mit der Kutsche (Sbahn S6) auf den Weg. In 37 Minuten ging es vom München Hauptbahnhof aus bis zur Sbahn-Haltestelle Possenhofen. Von dort aus kann man die in der App integrierte Karte zur Navigation verwenden (auch offline möglich).

In etwa 5 Minuten Laufzeit gelangt man zum See und hat dort einen fantastischen Blick auf den Starnberger See und die Berge. Gerade im Frühling ist es einfach traumhaft, bei strahlendem Sonnenschein auf die noch schneebedeckten Alpen zu schauen.

Possenhofen

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Ausflug in die Münchner Tropen aka Botanischer Garten

Der letzte Samstag war einer dieser Tage, an denen man am besten den ganzen Tag mit einem heißen Tee eingekuschelt in eine Decke auf der Couch liegen bleibt und die trostlose Welt da draußen aussperrt. Aber nichts da! Runter vom Sofa und raus an die frische Luft hieß es. Im Internet hatte ich gelesen, dass im  Botanischen Garten in München gerade eine Schmetterlingsausstellung zu besichtigen ist. Klingt ein bisschen spießig, aber welcher Ort wäre an einem grauen, kalten Wintertag mitten in der Großstadt besser zur Winterflucht geeignet, als die tropischen Gewächshäuser im Botanischen Garten? Also schnappte ich mir meine Kamera und los ging es. Da bekanntlich der Weg das Ziel ist, verband ich den Ausflug mit einem ausgiebigen Spaziergang entlang des Nymphenburger Kanals und durch den Nymphenburger Park. Dabei sind, wie ich finde, ein paar sehr schöne Bilder entstanden, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Schloss Nymphenburg und Nymphenburger Park

Der Weg zum Schloss Nymphenburg entlang des Nymphenburger Kanals ist für mich einer der schönsten Spazierwege Münchens. Ich vergesse hier immer ganz schnell, dass ich inmitten einer Großstadt bin.

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Ein Couchpotatoe unterwegs – Die Lange Nacht der Architektur am 23.01.2015 in München

Die „Lange Nacht der Architektur“ sollte am 23. Januar zum dritten Mal in München stattfinden. Überall hingen Werbeplakate aus. Das machte mich neugierig. Architektur mag ich grundsätzlich.

All Art has been contemporary

Doch die Frage war, ob ich mich wirklich bei Schmuddelwetter und eisigen Temperaturen aus dem Haus begeben möchte, nur um Gebäude anzuschauen. Wie schon erwähnt, vergrabe ich mich im Winter gerne in meiner schön warmen Wohnung und harre den Dingen, die da kommen (Frühling!!!).

Doch als ich mich eines schön entspannten Arbeitstages intensiv mit dem Programm beschäftigte, kam die Euphorie. Alles hörte sich sehr spannend an. Natürlich ist da immer die Frage: Was schaut man sich an, was lässt man weg? Denn bei 50 Locations, die quer über die Stadt verteilt sind, ist klar: alles kann man nicht sehen.

Nach reiflicher Überlegung und Routenoptimierung mit eingebauten kulinarischen Zwischenstopps zur Stärkung, stand meine persönliche Routenplanung mit ca. 30 Stationen fest. Bewaffnet mit meiner Kamera stürzte ich mich mit meiner Begleitung ins Geschehen. Ein Couchpotatoe unterwegs – Die Lange Nacht der Architektur am 23.01.2015 in München weiterlesen