Kampf dem Winterblues…

Kennt ihr das auch? Im Sommer bin ich ein sehr unternehmungslustiger Mensch und eigentlich so gut wie immer draußen: am See zum Baden, Schwimmen, Surfen; in den Bergen zum Wandern; im Englischen Garten zum Picknicken am Eisbach; im Biergarten und so weiter und so fort.

Ammersee Steg

Doch dann… dann kommt er, der Winter. Draußen ist es kalt und grau und eklig. Und es ist, als ob ich eine Metarmorphose durchlebe. Wie die Raupe zum Schmetterling. Nur das es bei mir anders herum ist. Vom Schmetterling zur Raupe sozusagen. Ich puppe mich ein. Mein Cocon ist dabei meine Wohnung inklusive meiner Couch. Am liebsten würde ich gar nicht mehr rausgehen, einfach einschlafen und im Frühling wieder gut gelaunt aufwachen. Doch als arbeitender Mensch mit Pflichten geht das natürlich nicht. Kampf dem Winterblues… weiterlesen

Another black Fri… Saturday! Mando Diao Konzert in München

Ich bin ganz aufgeregt. Ein Ausflug zum Mando Diao Konzert steht bevor!

Mein letztes Konzert liegt schon ein Weilchen zurück. Und ich schwelge in Erinnerungen: Damals bei den Backstreet Boys Konzerten haben wir uns schon fünf Stunden vorher angestellt, um auch wirklich einen Platz in der ersten Reihe zu erkämpfen und vielleicht ein Lächeln, ein verschwitztes Handtuch oder einen feuchten Händedruck von Nick Carter einfangen zu können.

Heute, gefühlte 100 Jahre später, haben wir uns für 19:30 verabredet- also eine halbe Stunde vor Konzertbeginn. Das muss reichen. In der ersten Reihe müssen wir nicht mehr zwingend stehen- viel zu eng, zu viel Gedrängel.

Nachdem wir ein paar Orientierungsschwierigkeiten hatten (zwei Mädels im Dunkeln auf dem Weg ins Zenith ohne Orientierungssinn, aber dafür mit Google Maps…) haben wir es dann fünf Minuten vor Konzertbeginn geschafft, vor der Halle zu stehen. Schnell noch eine andere Freundin einsammeln (sie war in männlicher Begleitung und hatte deshalb weniger Orientierungsprobleme! Klischeeschublade 1 auf und wieder zu ;)), Gin Tonic kaufen (die Wahl eines alkoholischen Getränkes war eine sehr gute Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte) und einen Stehplatz in den hinteren Reihen mit optimaler Sicht finden.

Bei dieser Gelegenheit habe ich mal wieder festgestellt, dass eine Brille eine gute Investition wäre… Aber bei einem Konzert geht es ja um die Musik. Also ums Hören. Sehen wäre zwar auch ganz schön wegen den spektakulären Bühenshows und den nett anzusehenden Jungs von Mando Diao. Aber was soll’s. Im „Alter“ muss man Abstriche machen.

Mando Diao Konzert Zenith

Wie sich zeigte, ist nichts Sehen manchmal auch ein Segen. Zuerst spielte die Vorband: „Krystal and Johnny Boy“. Mir wurde klar, dass der Gin Tonic eine gute Investition war, denn ohne Alkoholeinfluss und bei klarem Verstand war die Band, wie soll ich sagen, schwierig.

Krystal hatte sich für eine heiße Lederhotpants entschieden. Dank meiner schlechten Augen habe ich die ganze Zeit überlegt, ob sie ein nudefarbenes Oberteil trägt, oder ganz darauf verzichtet hat. Nachdem mein Blick zu Johnny Boy schweifte, wurden meine Befürchtungen noch stärker. Johnny Boy hatte nämlich definitiv die Hose daheim gelassen. Dafür hatte er ein weißes Hemd und Engelsflügelchen angelegt. Die Hose wäre mir allerdings lieber gewesen… Beide hatten weiß geschminkte Gesichter und Krystal trug auf dem Kopf eine Maske. Schnell noch einen zweiten Gin Tonic geholt. Another black Fri… Saturday! Mando Diao Konzert in München weiterlesen

Unbezahlbar – Hilfsbereitschaft wenn man sie nicht erwartet

Es war ein langer, langer Arbeitstag. Es ist schon dunkel draußen und ich bin froh, bald heim zu kommen. Ich stehe am Parkautomaten, um mein Ticket zu bezahlen. Hinter mir höre ich Schritte von zwei weiteren Personen, die das gleiche Ziel wie ich haben. Ich krame nach meinem Geld – wie immer schwer auffindbar. Wo ist es bloß? Verdammt. Wieso ist die Tasche immer so voll? Ich versuche mich zu beeilen, ich will die Leute hinter mir nicht warten lassen.

Ich stecke die Parkkarte in den gelben Schlitz, 8 Euro. Teuer! Ich ziehe meinen einzigen 10er aus der Tasche, um damit den gelben Kasten zu füttern.
Aber nein, was passiert: fein säuberlich und fast in Zeitlupe zerreisst es den Schein. Etwas ungläubig schaue ich auf die zwei gleich großen Teile in meiner Hand.

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