Glück(stagebuch)

2016 geht ein in die Geschichte als das Jahr, in dem ich anfing, ein Glückstagebuch zu führen!

Jahresendzeitstimmung

Aber keine Angst, es wird hier im Blog demnächst nicht um astrologische Sternenkonstellationen, Glaskugeln und Räucherstäbchen gehen.
Heute ist Silvester und egal ob man es will oder nicht- irgendwie sorgt dieser Tag immer dafür, das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen zu wollen. Für meinen persönlichen Rückblick muss ich ein wenig ausholen.

Rückblick 2015

Tatsächlich war es so, dass ich im Jahr 2015 das Gefühl hatte, das Leben, ja das ganze Universum, hätte sich gegen mich verschworen. Das Jahr hatte so wundervoll angefangen und entwickelte sich dann zu einem einzigen Desaster. Ich verfing mich in einer Spirale aus Trauer, negativen Gedanken und Groll gegen mich selbst, gegen die, die mir Leid angetan hatten und gegen das Leben im Allgemeinen.

Die kleinen Glücksmomente

Doch manchmal gab es sie, die Momente, die mich alles Doofe für einen kurzen Augenblick vergessen ließen. Spontane Sushi-Wein-Picknicks im Hofgarten und an der Isar, ein Tag am Tegernsee mit den liebsten Freundinnen, Sternschnuppen schauen, Wandern und Rumblödeln in den Bergen, eine Nachricht von einer Freundin aus ganz alten Zeiten, neue liebe Menschen, die durch glückliche Zufälle ins Leben traten, das Rascheln des Herbstlaubes, der erste Schnee, die Freude darüber, nach einem langen Winter endlich das Sommerkleid aus dem Schrank holen zu können, oder eine Reise mit den Liebsten.

Es ist die Summe aus all den vielen kleinen Glücksmomenten, die das Leben lebenswert machen. Leider vergessen wir diese kleinen Momente viel zu schnell. Und leider ist es so, dass negative Emotionen viel schwerer wiegen, als all die positiven. Laut Psychologie beträgt das Verhältnis von negativ zu positiv 1:5. Das Dilemma also: die schönen Momente werden von den negativen überspielt. Was bleibt ist das Gefühl, dass uns viel mehr negative als positive Dinge widerfahren.

Glückstagebuch – mein Jahr 2016

Ganz oft wünschte ich mir während glücklicher Augenblicke, die Erinnerungen daran und die damit verbundenen positiven Gefühle in irgendeiner Form konservieren zu können- so ähnlich wie das Denkarium in den Harry Potter Filmen. Da ich leider über keine magischen Fähigkeiten verfüge, griff ich auf die naheliegendste Methode zurück und so fing ich Anfang des Jahres an, jeden schönen Moment in ein kleines Büchlein zu schreiben.

Wenn ich mir das Büchlein heute, ein Jahr später am 31. Dezember 2016 so anschaue, dann weiß ich, dass dieses Jahr trotz einiger Stolpersteine insgesamt ein tolles Jahr war. Das Büchlein ist prall gefüllt mit schönen Erinnerungen. Und wenn ich meine Einträge reflektiere, dann wird eins klar: Glück bedeutet für mich vor allem Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen.

Vergeben und vergessen

Eins habe ich in den letzten 1,5 Jahren gelernt: Groll hegen, gegen wen auch immer, kostet unglaublich viel Energie und vernichtet nach und nach. Allerdings nicht die Ursache, sondern einen selbst.

Witzigerweise habe ich auf meinem Weg von Bangkok nach München den Film „The light between oceans“ gesehen, der genau dieses Thema beleuchtet. Es gibt darin ein schönes Zitat:

“You only have to forgive once. To resent, you have to do it all day, every day.” ― M.L. Stedman, The Light Between Oceans

Die Kunst ist, all die negativen Emotionen wegzuschieben, die Vergangenheit abzuhaken, zu verzeihen und das Leben als das wahrzunehmen, was es ist: ein Buch mit leeren Seiten, das wir jeden Tag mit guten, oder mit schlechten Geschichten füllen können. Bis auf ganz wenige Einflüsse von außen liegt es größtenteils an uns, ob aus dem Buch ein Märchen mit Happy End oder eine traurige Geschichte wird.

Für 2017 wünsche ich euch deshalb ganz viele Glücksmomente. Haltet sie fest, denn in schwierigen Zeiten braucht man genau solche Erinnerungen, um nicht zu vergessen, wie schön das Leben sein kann.

Und zu guter Letzt:

Ich danke euch von ganzem Herzen, dass ihr den Blog lest und mir auch in schreibarmen Phasen die Treue haltet.  Danke für all eure lieben Kommentare und jeden einzelnen „Like“ hier und in den sozialen Netzwerken. Ich weiß das sehr zu schätzen! Ohne euch wäre der Blog nicht das gleiche.

Ich freue mich auf ein fantastisches Jahr 2017 mit vielen neuen Herausforderungen, spannenden Projekten und ganz vielen Einträgen im Glückstagebuch.

Happy New Year 2017!

3 Gedanken zu „Glück(stagebuch)“

  1. Das Glückstagebuch ist echt eine tolle Idee! Die negativen Erinnerungen/Gedanken halten sich einfach so viel stärker im Gedächtnis als die Guten, da ist so ein Glückstagebuch echt ein toller Reminder, dass doch alles gar nicht so schwarz war… Wünsche dir einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2017!
    Liebe Grüße, Ina

    1. Liebe Ina, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich hoffe du bist gut ins Jahr 2017 gestartet und konntest schon Seite 1 des Buches füllen. 😊 Ich wünsche dir ein zauberhaftes Jahr mit zahlreichen Glücksmomenten! Alles Liebe, Ilka

  2. Liebe Ilka,
    das mit dem Glückstagebuch ist eine tolle Idee! Ich glaub das werde ich 2017 auch machen. Als Jugendliche habe ich auch immer Tagebuch geschrieben, aber da war dann echt alles drinnen, oftmals auch Negatives, weil ich mir den Frust von der Seele geschrieben habe. Mein Blog ist inzwischen auch ein kleines Tagebuch geworden, aber eben nicht so persönlich. Ich glaube, ich fahre in die Stadt und kauf mir ein schönes Büchlein 😉

    Alles Gute für 2017,
    Katharina

    http://photopraline.com

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