It’s Tea Time! Mit Paper & Tea bei Käfer

Dezember. Die Tage werden immer kürzer und dunkler. Draußen weht ein eisiger Wind. Der erste Schnee fällt. Was gibt es da Schöneres, als  gemütlich mit einem Tässchen Tee und einem guten Buch, einem Film, oder den Liebsten auf der Couch zu sitzen, zu kuscheln und die Wärme zu genießen!

Na gut, meine eigene Couch habe ich neulich eingetauscht gegen ein mindestens genauso bequemes Exemplar im Käfer-Stammhaus in der Prinzregentenstraße in München. Dort hieß es nämlich: It’s Tea Time! Jens de Gruyter und Ana Kotar von Paper & Tea gaben ein kleines Teeseminar.

Rundgang durch die Käfer-Schenke

Vorab kam ich aber in den Genuss einer Führung durch die Käfer-Schenke. Wusstet ihr, dass es dort 12(!) verschiedene Stuben gibt? Jede Stube ist ganz individuell und sehr liebevoll eingerichtet.

Den Rundgang starteten wir in der „Chef’s Table“-Stube. Das Besondere: von den Tischen aus hat man durch eine Fensterscheibe einen direkten Blick in die Küche und kann den Köchen bei der Arbeit zuschauen.

Einer meiner Favoriten war aber die Lounge. Dank einem kuscheligen Feuer im Kamin war es hier mollig warm und die bequeme Couch lud dazu ein, nie wieder aufzustehen.

It’s Tea Time!

Aber: Das Beste stand uns ja noch bevor. Denn im Bibliothekszimmer warteten schon Jens und Ana von Paper & Tea mit Snacks auf uns, um uns bei einem kleinen Teeseminar ihre Tees zu präsentieren.

Der Ursprung

Ganz egal ob Grün, Schwarz, Weiss oder Olong- den Ursprung haben alle Tees in China mit seiner fast 5000 Jahre alten Teekultur. Da verwundert es nicht, dass das Land für ein Drittel der globalen Gesamtproduktion an Tee verantwortlich ist.

Einer Legende nach soll Kaiser Sheng-Nung im Jahr 2737 vor Christus ganz unbeabsichtigt den Tee erfunden haben. Er saß mit einem heißen Wasser meditierend unter einem Teebaum, als zufällig ein Teeblatt in seine Tasse fiel und das Wasser verfärbte. Der Kaiser war angeblich so begeistert vom belebenden und erfrischenden Geschmack, dass er sein heißes Wässerchen fortan immer mit einem Teeblatt trank. Der Tee war geboren und damit sein Siegeszug durch die ganze Welt.

Und nun sitzen wir hier im Jahr 2016 zusammen und lassen uns ganz im Stile der britischen Teezeit in die spannende Welt des Tees entführen.

Paper & Tea

Auch Jens de Gruyter ließ sich von der Leidenschaft für Tee anstecken und gründete im November 2011 das StartUp Paper & Tea. Seine Leidenschaft merkt man ihm übrigens während des gesamten Teeseminars an, sobald er vom Tee im allgemeinen und seinen eigenen Teesorten erzählt.

Paper & Tea bietet für passionierte Teetrinker seltene Tees, Tee-Accessoires und ausgewählte Papeterie an. Der Fokus liegt aber eindeutig auf dem Tee und der Sicherstellung seiner hervorragenden Qualität. Das Unternehmen verwendet ausschließlich 100% natürliche, sortenreine Ganzblatt-Tees im Direktbezug von kleinen Teefarmen weltweit. 

Paper & Tea Concept Stores gibt es derzeit in Berlin-Mitte und Berlin-Charlottenburg. Für alle, die nicht nach Berlin kommen, steht der Online Shop zur Verfügung.

Der Tee und seine Wirkung

Laut Jens ist Tee übrigens die ideale Alltagsdroge: während das Teein identisch zum Koffein im Kaffee ist und aufputschend wirkt, sorgen Gerbstoffe (Tannine) für eine beruhigende Wirkung und verzögern die Aufnahme des Teeins im Magen.
Lässt man Tee demnach maximal 3 Minuten ziehen, hat er eine anregende, belebende und aufputschende Wirkung. Danach werden immer mehr Gerbstoffe freigesetzt, die für eine entspannende Wirkung sorgen. Eine perfekte Kombination also!

Im Laufe des Teeseminars bekommen wir weitere spannende Fakten rund um den Tee vermittelt. Wusstet ihr, dass Tee früher für den einfacheren Handel und Transport zu Barren, sogenannten Tea Bricks, gepresst wurde? Und das Tee einst als genauso wertvoll galt wie Gold? Während ich Ana dabei beobachte, mit wieviel Hingabe sie die Tee-Aufgüsse macht, kann ich mir das richtig gut vorstellen.

Gongfu Cha – der Teeaufguss in Perfektion

Ana brüht den Tee nach der sogenannten Gongfu-Methode auf (oder “Kungfu” auf Kantonesisch). Gongfu ist ein chinesischer Begriff und meint, eine Kunstfertigkeit durch langjährige, geduldige Anstrengung und Konzentration zu erlernen. Cha bedeutet Tee. Diese Zubereitungsart eignet sich besonders gut für kochend heiss aufgegossene Oolong- und Pu Er-Tees, kann aber für alle Tees praktiziert werden.
Für den Teeaufguss wird eine kleinere Kanne und eine größere Menge an Teeblättern als gewöhnlich verwendet. Dadurch entsteht ein intensiverer Aufguss. Mit jedem neuen Aufguss entwickelt der Tee einen intensiveren Geschmack und gibt neue Aromen preis.

Wir dürfen jeden Tee probieren. Schnell habe ich meinen Favoriten gefunden: den Golden Earl. Ein schwarzer Tee mit einer Bergamotte-Honig-Leder-Note. Allein schon der Geruch ist ein Traum!

Der Höhepunkt und gleichzeitiger Abschluss unseres Teeseminars ist die Zubereitung eines Matcha-Tees.

Dieses giftgrüne Gebräu wird anders als die vorhergehenden Tees nicht aus Teeblättern, sondern aus einem Grüntee-Pulver zubereitet. Er wird in japanischen Teezeremonien verwendet.

Übrigens, falls ihr Lust habt, so eine Teezeremonie einmal live mitzuerleben und ihr euch den teuren Flug nach Japan sparen möchtet: im Japanischen Teehaus im Englischen Garten in München finden regelmäßig Teezeremonien statt.

Mit einem Tässchen Matcha-Tee endet unsere Teezeremonie.

Vielen Dank an Feinkost Käfer und Paper & Tea für diesen wunderbaren Nachmittag und die spannenden Einblicke in die Welt des Tees.

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