Fisch.Wild.Brennt. Genusswochenende am Tegernsee #1

Wer fleißig meinen Instagram-Account verfolgt, weiß es ganz sicher schon: der Tegernsee ist (neben Brad Pitt, der nun endlich Angelina für mich verlassen hat) meine große Liebe.

Das wunderbare Gefühl, welches mich überkommt,  wenn ich von München aus Richtung Berge fahre und dann plötzlich den See erblicke, kann ich gar nicht genau beschreiben. Aber es kehrt an diesem schönen Fleckchen Erde irgendwie Ruhe in mich ein, alle Sorgen sind ganz weit weg und ich fühle mich nach jedem Ausflug, egal wie kurz er ist, so, als wäre ich im Urlaub gewesen.

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Deshalb vollführte ich auch ein kleines Freudentänzchen, als ich erfuhr, das ich gemeinsam mit einigen Münchner Bloggerkollegen vom Tegernseer Tal Tourismus zum Genusswochenende am See eingeladen war.

Genießerland DER TEGERNSEE

Um zu zeigen, dass die Region Tegernsee nicht nur landschaftlich  jede Menge zu bieten hat, bekamen wir unter dem Motto „Willst du wissen, wie Fisch.Wild.Brennt?“ einen Einblick in die kulinarische Vielfalt des Genießerland Tegernsee. Unter dieser Marke haben sich 2016 nämlich 14 Betriebe zusammengeschlossen. Ganz egal ob Brotzeit auf der Alm, gutbürgerliches Wirtshaus, Spitzengastronomie, ein Biergarten-Stopp mit Seeblick, oder das Dinner auf der Panorama-Terasse- das gastronomische Angebot am Tegernsee ist groß. Das Beste: fast alle der in den einzelnen Gastronomien verwendeten Produkte stammen aus der Region.

Hotel Bachmair Weissach in Rottach-Egern

Unser Wochenende startete sehr idyllisch mit einem Begrüßungssekt im schönen Garten des Hotel Bachmair Weissach, wo wir für das kommende Wochenende untergebracht waren.

Gut Kaltenbrunn in Gmund

Im Anschluss daran begann auch schon der kulinarische Teil mit einem Kennenlern-Abendessen auf Gut Kaltenbrunn in Gmund, am Nordende des Tegernsees. Auch wenn es von der Straße aus gar nicht so aussieht- die Lage des Gutes ist einfach genial. Vom Restaurant und dem Biergarten aus blickt man direkt auf den Tegernsee und die umliegenden Berge.

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Seit 2015 wird das unter Denkmalschutz stehende Gut von Michael Käfer betrieben. Traditionelle Speisen aus der Gutsküche und Spezialitäten vom Grill werden im Restaurant, auf der Terrasse und im Biergarten angeboten.

Bei einem wunderbaren, sehr reichhaltigen 3-Gänge-Menü lernten wir uns und ein paar der Protagonisten vom Wochenende kennen. Mit dabei z.B. die sehr sympathischen Hubers von der Destillerie Fischerweber, von denen ich später noch berichte.

Nach einem sehr unterhaltsamen Abendessen machten wir uns auf den Weg ins Hotel, wo es in der gemütlichen Hotelbar noch einen letzten (alkoholfreien) Absacker an der Bar gab. Todmüde, aber satt und glücklich fiel ich ins Bett.

Frühstück – alles, was das Herz begehrt!

Beim Blick auf das Frühstücksbuffet im Hotel am nächsten Morgen überlegte ich kurz, ob ich mich vom restlichen Programm abmelden sollte, um den ganzen Tag all die leckeren Sachen vom liebevoll angerichteten Buffet probieren zu können.

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Aber natürlich entschied ich mich dafür fleißig zu sein und nahm an der Kräuterwanderung im Tegernseer Tal teil.

Kräuterwanderung durch das Tegernseer Tal

Die Kräuterwanderung war nämlich einer der Programmpunkte des Wochenendes, auf den ich mich am meisten gefreut hatte. Meine Oma hat mir zwar in Kindheitstagen versucht, ihr breites Pflanzenwissen zu vermitteln, aber als Stadtkind ist mir das im Laufe der Jahre irgendwie abhanden gekommen. Dabei ist es doch ganz spannend zu wissen, was man aus den heimischen Wald- und Wiesenkräutern in der Küche so zaubern kann.

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Zu Beginn lernten wir die Kräuterpädagogin Claudia Bernhard kennen. Eine bayerische Frohnatur und Kräuterliebhaberin durch und durch. Das erkannten wir recht schnell an ihrem Tattoo: eine Gundermannranke (Gundermann = eine der Pflanzen, die wir kennenlernten) schlängelte sich an ihrem Bein entlang.

Claudia führte uns im Tegernseer Tal entlang von Wiesen in den Wald und erklärte uns, welche Kräuter es wo zu finden gibt, wie man sie optisch von den anderen Wiesenkräutern unterscheiden kann und welche Wirkung sie haben. Gebannt hörten wir alle zu.

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DIY Spitzwegerich Hustensirup

Einen Tipp gebe ich gleich an euch weiter, denn die Erkältungszeit naht. Wusstet ihr, dass man mit Spitzwegerich ganz leicht selbst einen Hustensirup machen kann?

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Einfach 3 – 4 handvoll Spitzwegerichblätter (harte Stiele abschneiden) in Streifen schneiden, lagenweise mit ca. 500g Honig in ein Schraubglas schichten (letzte Schicht Honig), dann verschließen und dunkel lagern. Nach zwei Monaten könnt ihr den entstandenen Sirup in Flaschen abfüllen, verschließen und kühl lagern. Fertig ist das Naturheilmittel. Ich werde das auf jeden Fall mal testen.

DIY Kräuterbutter

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Gekrönt wurde unsere Kräuterwanderung durch ein Picknick am Fluss. Claudia hatte ein selbst gebackenes Brot und zur Erfrischung selbstgemachte Sirups aus verschiedenen Kräutern dabei.

Doch vor dem Vergnügen kommt bekanntlich die Arbeit. Wir durften uns nämlich im Kräuterbutter Zubereiten üben und fleißig Schlagsahne schlagen.

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Bis auf das schweißtreibende Schütteln hatte ich keine Ahnung, wie einfach die Zubereitung von Kräuterbutter ist: Schlagsahne im Rührbecher schütteln bis sie fest wird, Kräuter, Blüten und ein paar Gewürze dazu- fertig!

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Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, auch mal an einer Kräuterwanderung durch’s Tegernseer Tal teilzunehmen, dann schaut mal hier vorbei.

Naturkäserei in Kreuth

Passend zur Schlagsahne hieß unser nächstes Ziel Naturkäserei.

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Die Genossenschaft der Naturkäserei TegernseerLand eG entstand im Jahr 2007 aus dem Wunsch heraus, die eigenen Erzeugnisse selbständig vermarkten zu können. Neben dem Ziel, einen fairen Milchpreis zu gewährleisten, sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, aus dem hochwertigen Rohstoff Heumilch diverse Qualitäts-Erzeugnisse zu produzieren. Lieferanten für die Heumilch sind 23 Bauern aus der Region.

Von dem tollen Geschmack der Heumilchprodukte durften wir uns bei der Verkostung einer Käseplatte selbst überzeugen. Yummy!

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Gaststub’n, Sonnenterrasse, Laden und Schaukäserei haben übrigens täglich von 9:00 bis 18:00 geöffnet. Man kann dort also auch ganz prima Frühstücken, eine kleine Brotzeitpause während der Wanderung durch’s Tegernseer Tal einlegen, oder auf dem Heimweg leckeren Käse für’s Frühstück am nächsten Morgen einkaufen.

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Wer wissen will, wie so eine Käserei funktioniert: Ganzjährig werden auch Führungen durch die Käserei „Vom Gras zum Kas“ angeboten.

Destillerie Fischerweber in Rottach-Egern

Nach den vielen Köstlichkeiten war es ganz dringend Zeit für ein Verdauungsschnäpschen. Also auf nach Rottach-Egern zur Destillerie Fischerweber!

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Dort führte uns der sympathische Anton Huber zunächst in die Kunst des Brennens ein.

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Seit über 100 Jahren besteht die Tradition des „Schnapsbrennens“ auf dem Fischerweber-Anwesen. Mit eigenem Haus-Brennrecht werden Edelbrände und Liköre unter größter Sorgfalt nach überlieferten Familienrezepten angesetzt und gebrannt.

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Natürlich durften wir die ganze Palette Edelbrände und Fruchtliköre verkosten. Da ich es lieber etwas süßer mag, konzentrierte ich mich auf die leckeren Liköre. Mein Favorit: der Kakaonusslikör. Davon wanderte dann auch gleich ein Fläschchen in meinen Besitz.

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Wie und ob dieser Tag für mich weiterging, oder ob ich mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landete, erfahrt ihr ganz bald im Teil 2 von Fisch.Wild.Brennt. Genusswochenende am Tegernsee #2.

Ein Gedanke zu „Fisch.Wild.Brennt. Genusswochenende am Tegernsee #1“

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