STROKE Artfair auf der Praterinsel

Es ist mal wieder soweit: bereits zum 12. Mal findet die STROKE-Artfair statt. Vom 4. bis zum 8. Mai 2016 präsentieren nationale und internationale Künstler auf der Praterinsel ihre Werke. Zu sehen gibt es junge, unkonventionelle, urbane Kunst.

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Das Besondere an der STROKE: auch kleinere Künstler und Galerien sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Werke einem größeren Publikum präsentieren zu können, ohne dabei finanzielle Schwierigkeiten durch die hohen Ausstellergebühren zu bekommen. Auf der STROKE zahlen Künstler und Galerien nur einen Bruchteil dessen, was sont in der Szene üblich ist.

Der Traum der beiden Gründer der STROKE, den Brüdern Marco und Raiko Schwalbe, ist es, die Ausstellergebühren eines Tages komplett entfallen zu lassen. Leider ist dieser Traum bisher noch nicht realisierbar, denn Eintrittsgelder und Sponsorengelder reichen bisher nicht aus, um die Messe zu finanzieren. „Kunst ist eben nicht Sport oder Musik“, so Marco Schwalbe. Demensprechend schwierig ist es, Sponsorengelder zu erhalten.

Ein paar finden sich dann aber glücklicherweise doch und helfen, die STROKE zu dem tollen Event zu machen, was es ist.

Live-Painting-Aktionen

Der Fokus der STROKE liegt dieses Jahr auf Live-Paintings. Im Außenbereich der STROKE können Besucher den Künstlern beim Arbeiten über die Schulter schauen und das Entstehen ihrer Werke live mitverfolgen.

Live Painting_02_STROKE

Live Painting_STROKE

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Diesjähriger Kooperationspartner der STROKE ist die Lufthansa.  Im Rahmen einer Live-Painting-Aktion wird es deshalb ein ganz besonderes Kunst- und Design-Highlight zu sehen geben. Sechs internationale Künstler werden jeweils einen originalen Flugzeug-Trolley gestalten. Die Unikate werden im Anschluss zu Gunsten der help alliance versteigert.

„The Clouds“ by ISPO TANDEM SPACE-Project

Doch das ist nicht die einzige soziale Aktion auf der STROKE. Das internationale Team des Kunstprojektes „ISPO TANDEM SPACE“ verwertet die Plastik-Verpackungsabfälle der ISPO 2016  und verpackt sie in Alttextilien (z.B. TShirts) die weiß eingefärbt werden. Diese weißen „Wolken“ bilden die Grundlage für die fünf Künstler: Ines Klein (DE), Adam Hartshorne (UK), Majilina (I), Miguel Panadero Escala (E), Rafa Moreno-Tapia (E). Jeder von ihnen gestaltet und bemalt seine Wolken ganz individuell im eigenen Stil.

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Das Ergebnis ist ein Gesamtkunstwerk: eine große, hängende Wolkeninstallation, genannt „THE CLOUD“. Die Wolken können einzeln oder als Gesamtwerk ersteigert werden.

Der Erlös geht an das Projekt SHADES OF LOVE – The Himalayan Eyewear Project. Das Projekt wurde von Jürgen Altmann, dem Besitzer der AROMA KAFFEEBAR, ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, neue und gebrauchte Sonnenbrillen zu sammeln und an die Bevölkerung in der Himalaya-Region zu verteilen. Denn dort erleiden jährlich fast 80% der Bevölkerung Augenschäden durch den Einfluss der schädlichen UV-Strahlen durch ganzjährige, intensive Sonneneinstrahlung.

ARS PRO BONO by Fischer Appelt

Die Agentur Fischer Appelt hat viele kreative Mitarbeiter und diese  stellen gemeinsam mit Freunden und Bekannten ihre Werke im Original auf der STROKE  für einen guten Zweck zur Verfügung. Der komplette Erlös aus dem Verkauf geht nämlich an die SOS-Kinderdörfer.

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Victoria Porkay

Sehr beeindruckend fand ich die Werke der Künstlerin Victoria Porkay. Und erst recht, als ich erfahren habe, wie alt sie ist: nämlich erst süße 20 Jahre. Die Münchnerin ist in einer Künstlerfamilie aufgewachsen. Das erklärt wohl ihr Talent. Auf der STROKE kann man ihre beiden Ölgemälde „Prince Valentine“ und „FKA Twigs“ bewundern.

Innerfields – Kunsttrio aus Berlin

Sofort gefesselt war ich von den ausdrucksstarken Bildern von Innerfields. Die Bildserie von Holger Weißflog zeigt den zwischenmenschlichen Umgang im digitalen Zeitalter. Dabei rückt das Smartphone in den Fokus und bestimmt mehr oder weniger unser Dasein. Mehr muss man zu den Bildern gar nicht sagen- einfach wirken lassen!

Ich könnte jetzt noch zahlreiche weitere tolle Künstler aufzählen, aber am besten schaut ihr in den nächsten Tagen einfach selbst vorbei. Es lohnt sich definitiv!

Kunst anschauen macht Spaß, strengt aber auf Dauer auch an. Wer mal ein Päuschen braucht, kann es sich am Praterstrand gut gehen lassen.

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Für kühle Drinks zwischendurch sorgt u.a. Hendricks Gin- haltet Ausschau nach der netten Lady, die Gutscheine verschenkt.

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Aber aufgepasst! Lasst euch alkoholisiert nicht dazu verführen, eines der künstlerisch sehr wertvollen (Achtung Ironie!) Random-Tattoos für nur 35€ stechen zu lassen- ihr könntet es am nächsten Tag bereuen…

Alle wichtigen Infos für euren Besuch auf der Kunstmesse findet ihr hier.

Ein paar Impressionen zum Schluss:

6 Gedanken zu „STROKE Artfair auf der Praterinsel“

  1. Vielleicht werde ich am Wochenende einen kleinen Schlenkerer dorthin machen, in deinem Post habe ich einiges gesehen, was mich interessieren könnte.
    Liebe Grüße!

  2. Ich bin zwar nicht so der große Kunstfan und -versteher, aber derzeit ist in München eine Ausstellung von einigen Banksy-Werken zu sehen und ich finde seine Bilder wirklich toll. Vielleicht ist das auch etwas für dich? Ich bin auch schon am Überlegen, ob ich da bei einem meiner nächsten München-Besuche mal vorbei fahre.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Restsonntag!
    Liebe Grüße
    Pia

    1. Liebe Pia, Banksy mag ich auch sehr gerne! Leider hat Kunst oft ein etwas angestaubtes Image. Aber Messen wie die Stroke, die ARTMUC oder auch StreetArt im Allgemeinen zeigen, dass Kunst alles andere als langweilig ist. Man muss ja auch nicht immer der große Versteher sein. Ich halte es nach dem Motto: schön ist, was mir gefällt. 🙂 Die Banksy-Ausstellung werde ich mir auch auf jeden Fall auch noch anschauen. Liebe Grüße! Ilka

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