Waldmarie – Kinderdirndl made in Bavaria

Als ich vor vielen Jahren nach München zog, war eine der ersten Fragen neuer Bekanntschaften immer: „Naaa, hast du schon ein Dirndl?“. Ja, hatte ich! Dank meiner Münchner Freunde, die mich schon vor meinem Umzug nach Bayern nur in Tracht mit auf’s Oktoberfest nahmen. Besonders stolz war ich darauf, dass ich es ganz alleine ohne einheimische Unterstützung geschafft habe, mein erstes bayrisches Kleidungsstück zu kaufen und beim Wiesnbesuch nicht in nullkommanichts als „Preiß“ entlarvt worden bin.

Die häufige Frage nach dem Dirndl hat mir aber schon damals gezeigt: ohne Tracht geht’s in Bayern nicht, egal ob „Zuagroaster“ oder bayrischer Ureinwohner.

Glücklicherweise ist es für uns erwachsene Mädels relativ einfach, schöne Dirndl zu finden. Egal ob beim Starkbierfest, beim Tanz in den Mai, bei Hochzeiten, bei Waldfesten, oder natürlich in 201 Tagen auf der Wiesn (Yeah!!!)- es gibt das ganze Jahr über Anlässe, an denen Dirndl tragen (fast schon) Pflicht ist und es Spaß macht, sich aufzubrezeln. Wer sich keine eigene Tracht leisten kann oder will, geht einfach zu den Bavarian Outfitters und leiht sich eine.

Aber was ist mit den Kiddies? Gerade für Mädchen ist es relativ schwer, hübsche Dirndl in guter Qualität zu finden. Das zumindest höre ich immer wieder aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis.

Umso erfreuter war ich, als ich durch Zufall auf Instagram Waldmarie entdeckte. Die liebevoll gestalteten Dirndl gibt es Dank der Gründerin Tamara Krüger. Waldmarie ist eine waschechte bayrische Marke, denn genäht wird ausschließlich lokal in Bayern. Und da ich ein großer Fan regionaler Marken und Produkte bin, möchte ich euch hier gerne die zuckersüßen Dirndl und ihre Schöpferin Tamara im Interview vorstellen.

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Wie ist Waldmarie entstanden?

Als gebürtige Münchnerin bin ich mit Dirndlkleidern aufgewachsen. Für kleine Mädels ist das eigene Dirndl etwas ganz Besonderes. Und Dirndl passen immer: ganz egal ob zur Einschulung, zur Wiesn oder Opas Geburtstag.

Als ich selbst Mutter von zwei Töchtern wurde, war es schwieriger als gedacht ein hübsches Dirndl für die beiden zu finden. Das meiste war mir einfach zu kitschig oder zu lieblos. Man sah vielen Dirndln einfach an, dass bei der Produktion der Profit im Vordergrund stand. Das gefiel mir nicht und da habe ich mir in den Kopf gesetzt, eigene Dirndl zu machen.

Und nähst Du jetzt alle Dirndl selber?

Die ersten Dirndl habe ich selbstgenäht. Und zwar so, wie ich es schön fand. Ein traditioneller Schnitt mit Stoffen, die meinen Kindern gefielen: mit Fuchs und Dackel, Herzchen und Pünktchen. Heraus kamen zwei Dirndl, die meine Töchter nicht mehr ausziehen wollten und auf die ich oft angesprochen wurde. Damit war eine Idee geboren. Ein Dirndl wie für die Großen, nur fröhlicher. Genäht werden die Dirndl jetzt von einem Partnerbetrieb in Bayern.

Und was machen die Waldmarie Dirndl aus?

Bei uns steht die Freude der Mädels im Vordergrund. Dazu gehört, dass sich die Dirndl beim Tanzen besonders gut drehen.

Und zu jedem Dirndl gibt es eine passende Schürze. Oder auch zwei, ganz nach Geschmack.

Außerdem wird bei uns lokal produziert, ich wollte keine Chinaware. D.h. der Stoff wird in Deutschland bedruckt, die Dirndl und Schürzen werden in Bayern genäht.

Verrätst Du noch, wer Waldmarie ist?

Waldmarie ist eine Fabelgestalt, eine Märchenfigur. Mit Ihr assoziiere ich unbeschwerte Sommertage auf dem Land, eine Kindheit in der Natur und spannende Abenteuer im Wald. Heitere Geschichten mit lustigen Freunden aus der Tierwelt.

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Bei der Gestaltung der Dirndl war mir schnell klar, dass aber nicht Waldmarie, sondern ihre tierischen Freunde die Stoffe zieren sollen. Und so begann ich Fuchs und Hase, Dackel und Igel, Gans und Eichhörnchen zu zeichnen. Die schönsten Motive wurden durch meine Töchter ausgewählt und schließlich auf die Waldmarie Schürzen gedruckt. Denn eigentlich steckt in jedem Mädchen eine kleine Waldmarie.

Wollt ihr mehr über Waldmarie erfahren? Dann schaut doch mal auf ihrer Seite waldmarie.com vorbei.

Fotos: Tamara Krüger – Waldmarie
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